7 Tage, 7 Fotos

„7 Tage, 7 schwarz-weiß Fotos aus deinem Leben, keine Menschen, keine Erklärungen.“

Das war die Ansage von Katja in der letzten Woche. Ich bin jetzt nicht der größte Freund solcher Ansagen, fand aber dann doch noch das ein und andere Foto, was vielleicht halbwegs zu meinem Leben passt.

Und weil ich das eigentlich eine ganz nette Idee finde, mit den schwarz-weiß bzw. grau Fotos, hier mal die gleichen Fotos auch in Farbe.

Tadaa! 🙂

1 sally 16 grau1 sally2 Bill 16 grau2 Bill3 Plitvice 16 grau3 Plitvice4 Kuh 16 grau4 Kuh5 wec 16 grau5 wecMINOLTA DIGITAL CAMERAMINOLTA DIGITAL CAMERA7 Sally Luna 16 grau7 Sally Luna

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7 Tage, 7 Fotos

Allerheiligen

Mahlzeit.

ist hier noch jemand?

wahrscheinlich nicht, ich kann es verstehen.

Allerheiligen steht vor der Tür, hier in NRW ein ganz doll wichtiger Feiertag, früher auch für Blumenleute. Heute nicht mehr echt.

Eigentlich wollte ich das nur mal kurz aufschreiben das ich das in ein paar Jahren vielleicht noch mal nachlesen kann.

Vor ~ 12-15 Jahren, also so Anfang der 2000er ,  war ich immer viel unterwegs. Mindestens 2, meistens 3 Tage die Woche war ich in Straelen / Herongen an der Blumenversteigerung für den normalen Einkauf, in der Allerheiligenwoche war ich meistens mindestens 2 Tage die Woche 2 mal dahin unterwegs. Die Nachmittagstour immer nur für Chrysanthemen abzuholen. 10-11 Karren a 30 Kartons, je nach Sorte zwischen 40 und 60 Stück im Karton.  Den größten Teil fest verkauft.

Heute, bzw. die letzten 2-3 Jahre, machen wir vielleicht insgesamt 10 Kartons auf Verdacht.

Verdienen kann man so nichts. Nunja. :/

Allerheiligen

Telefon

wenn man mal ans Telefon geht und den Werbetanten ehrlich antwortet legen die einfach auf, das finde ich voll fies, ey. ich hätte mich so gerne mit der ausgetauscht.

Großraum-Callcenter Geräusch im Hintergrund, keine Nummer auf dem Display.

„gute Abend, schön Sie zu erreichen, sind Sie Herr nocheinMarkus?“

„das müssen Sie doch wissen wenn Sie mich anrufen.“

„ja, meine Name ist keineAhnung aus Irgendwo in Italien, guten Abend Senor (ist das nicht spanisch?)“

„ja?“

„weshalb ich anrufe, Senor, mögen Sie italienische Essen?“

„nein.“

„oh, aber warum?“

„ich hasse essen.“

„warum mögen Sie denn nicht essen?“

„es ist lästig, so wie Ihr Anruf.“

aufgelegt.

 

voll un-kommunikativ, die Tante.

Telefon

3 Monate später

Der letzte Eintrag ist vom 05. August, das ist jetzt 3 Monate her.

Seit dem ist viel passiert, wenig privates, umso mehr berufliches. Zwei LKW verkauft, einen größeren neuen alten gekauft und eingerichtet, mit dem Teil in 2 Monaten heute das 9. mal in der Werkstatt, ganz fein!

Woran da liegt? Zum einen an einem, ich sage mal, nicht im optimalen Zustand verkauften LKW, zum anderen an einer Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge Fachwerkstatt die echt zu doof ist. Die Motorbremse ist defekt, dadurch der Partikelfilter. Der Partikelfilter wurde getauscht, ist nach 4 Wochen wieder zu, weil die Motorbremse wurde nicht repariert. Jetzt wurde die Motorbremse repariert, haha!, ist allerdings immer noch ohne Funktion. Nein, das hat man auf der gut einstündigen Probefahrt anschließend leider nicht bemerkt. Aus diesem Grund haben wir die letzten 20 Jahre erfolgreich Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge Werkstätten und Fahrzeuge gemieden. Nunja. :/

Knapp 400 m² Lager und Büro, inklusive Kühlraum und Kram von 9 Jahren, aufgelöst, entsorgt, umgezogen. An einem Nachmittag gewogene 1,6 t Holz in einen 5 m³ Container gepackt, man, da hatte ich Muskelkater am Tag danach.

Ein neues, oder wie es ganz ganz früher schon mal war, altes Büro, neu als Büro eingerichtet. Freundlicherweise in dem Haus wo ich auch wohne, quasi Home Office. Das finde ich jetzt nicht wirklich schlecht. 13 Treppenstufen bis zu einem vernünftigen Kaffee. 🙂

Einen neuen Verkaufsstand auf einem Blumenmarkt in der großen Stadt angemietet, eingerichtet, ein total neues Gefühl für mich, bisher war die Firma wo ich arbeite immer alleine tätig, jetzt habe ich 50 oder mehr neue Mitbewerber oder Kollegen, je nach Sichtweise. Und noch mehr mögliche Kunden die angesprochen werden wollen, oder sollen. Ich will jedenfalls nicht. Mein auszusprechender, täglicher Wörtervorrat ist eigentlich so gegen 9 Uhr morgens aufgebraucht. 85 % davon mit dem Wort „Morgen!“ Dafür habe ich jetzt so was wie regelmäßige Arbeitszeiten. Also wenigstens einen regelmäßigen Arbeitsbeginn, Wecker auf 2.50 h, hallo mein Freund. :/

Dafür kann ich, wenn ich nicht noch mit dem Chef durch die Gegend fahren muß, so gegen 10, halb 11 mit der Liebsten frühstücken bevor ich mich ins Büro verzeihe. Alles hat Vor- und Nachteile, wie immer.

Warum wir den ganzen Aufwand überhaupt machen mussten? Weil die Stadt Bergisch Gladbach, wo ich wohne und bisher gearbeitet habe, in einem zukünftigen Wohngebiet meint eine Müllsammelstation bauen zu müssen und uns deshalb unser Lager gekündigt hat. Das muß ich echt mal in Ruhe zusammenschreiben, ist ist schon lustig. Also, wenn man nicht direkt und selbst betroffen ist.

Alle bekloppt, danke fürs lesen. 🙂

3 Monate später

#EAutos

mal kurz zwischendurch:

reine Elektro-Autos sind für wahrscheinlich 80 % aller Autofahrer kein Problem vom täglichen Betrieb her. Ich finde das eigentlich eine gute Sache.

Wenn man denn einen Parkplatz mit Steckdose am Haus oder an der Wohnung hat und nicht auf der Straße parken muß.

Aber: ich zum Beispiel weiß, wenn ich ich nachmittags oder Abends nach Hause komme, nicht ob ich am nächsten Tag 5 oder 500 km mit dem Auto unterwegs bin. Das wäre dann schon mal ein Problem mit der Reichweite. Und auch wenn, wie ich eben erfahren habe, Tesla Akkus in 40 Minuten von 10 % auf 80% geladen werden können (sollen, oder wie auch immer), was hilft mir das? Dann stehe ich 40 Minuten blöd in der Pampa, wenn es denn da einen Stromanschluss gibt, rum. Benzin tanken dauert 3 Minuten und ich komme weiter damit.

Dazu kommen zwei weitere Sachen:

1. der Preis. Wenn hier gerade über Tesla diskutiert wird: sicher tolle Autos, aber welcher Normalverdiener kann das bezahlen?

und 2. wie sinnvoll sind eigentlich EAutos wenn der Strom aus der Steckdose vom nächsten Braunkohle-Tagebau kommt? Oder aus dem nächsten Atomkraftwerk?

Ich bin ja immer noch der Meinung das ein kleiner, aufgeladener und verbrauchsarmer Benzinmotor für den normal sterblichen Verbraucher die bessere Lösung ist, alternativ ein Hybridauto mit Verbrennungsmotor, um unterwegs während der Fahrt die Akkus zu laden.

Spannende Zeiten. 🙂

#EAutos

FIA WEC Nürburgring 2016

Nach der ersten Veranstaltung im letzten Jahr war ich auch dieses Jahr bei der FIA WEC am Nürburgring.

Ich befürchte ja momentan das das mein einziger Besuch dieses Jahr in der Eifel war, aber mal abwarten. Wer sich für den Motorsport – Teil interessiert hat sich sicherlich zeitnah über das Rennen informiert, ganz hervorragend und umfassend geht das wie immer bei den Kollegen von motorsport.com , eine umfassende Zusammenfassung gibt es zum Beispiel hier.

Kommen wir zu den wichtigen Sachen: ein kleines blaues Auto, ganz große Autos, eine Rennstrecke fast ohne Autos, alte Porsches, ein halbes Lego-Auto und Wohnmobile.

Los geht’s!

Was sieht man als erstes wenn man aus Richtung der T4 ins Fahrerlager kommt? Genau, die Team-Trucks. Die hier zum Beispiel:

Da stehen natürlich noch ewig mehr, aber die hier fand ich schick, wobei ich das Prinzip von dem Toyota – TMG Auflieger noch nicht kapiert habe. Weil, wenn man aus dem nach oben geschobenem Teil rechts und links jeweils Slide-Outs mit festen Wänden hat, die also so am Stück eingezogen werden können, wo sind die wenn das im unteren, nicht aufgestelltem Teil feste Seitenwände sind? Entweder sind das keine echten Slide-Outs oder die Seitenwände im unteren Teil sind klappbar. Mysteriös. Wenn mir da jemand weiterhelfen kann, bittedanke. 🙂

Das GULF Design sieht auch, oder erst recht, an großen Autos gut aus, aber auch an dem kleinen Quad davor. Und der neue Ford Cargo ist, rein optisch wenigstens,  einfach klasse.

Hinter den großen steht ein kleines blaues Auto aus der Abteilung ‚Verliebt auf den ersten Blick‘: die neue Alpine. Noch als Vorserien-Modell, aber schon todschick!

 

Im monströsen, viel zu großen Beck-Boulevard gab es eigentlich nicht viel zu sehen. Die üblichen Flohmarkt-Modellauto und Klamotten Stände, ein Stand mit FIA-WEC – Ohrstöpsel (mit 5 € schweineteuer, aber echt gut, ich hatte meine im Auto in der Tasche liegen lassen), die üblichen Fressbuden, und: ein paar alte Porsche. Sehr schick!

Alles Autos mit Geschichte, bzw. im Fall von dem neuen 918 einer, der noch Geschichte schreiben möchte, als Hybrid-Straßensportler. Nett fand ich den halben Hybrid LMP1, 375.000 Lego Steine sollen die andere Hälfte wohl sein. 🙂

Was gab es noch zu sehen? Ach ja, Wohnmobile. Das ein 10-11 Meter Fleetwood NICHT das größte Wohnmobil auf dem Platz ist, ist ja schon relativ ungewöhnlich. Es sei denn, da steht noch ein umgebauter Renault Magnum 3-Achser rum. An Stelle der Klappbetten hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz sind zwei zusätzliche Ledersitze eingebaut mit Durchgang zum Wohnbereich, also ein echtes Vier-Personen-Wohnmobil. Den kurzen Allrad-Sprinter würde ich mittlerweile allerdings eher nehmen, ich habe zwar keinen Anhänger mit Porsche 911 Cup Rennwagen drin, aber damit kommt man wenigstens überall hin, das klappt erfahrungsgemäß mit den großen Wohnmobilen nicht immer. 🙂

So, eine fast leere Rennstrecke, bzw. ein Teil davon, während eines Autorennens. Da habe ich doch mal den Microsoft Image Composite Editor ausprobiert und aus acht einzelnen ein großes Foto gebastelt. Hat geklappt.

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Was ich an den Prototypen ja faszinierend finde, ist die verbaute Technik. Beim Pitwalk, den ich letztes Jahr so verteufelt hatte weil ich extra auf Verdacht ein Karte im Vorverkauf gekauft hatte, weil nur die ersten 3-4000 Käufer Zugang haben sollten, aber anschließend doch alle reingekommen sind, war ich dieses Jahr früh genug und bin bis auf die Porsche Boxen überall problemlos hin gekommen und konnte problemlos Fotos machen. Als Vergleich einfach mal die Vorderachse von einem vergleichsweise einfachem LMP2 (#26 G-Drive), die lenken, federn und dämpfen muß, und daneben die mit Technik vollgepackte Vorderachse eines Toyota LMP1, die zusätzlich noch Elektroantrieb und Energierückgewinnung als Aufgabe hat.

Die LMP2 Autos sind sicher keine Hosenscheisser, aber wenn ich sehe wie die Hybridautos aus den Kurven raus beschleunigen, faszinierend. Als wären alle anderen mit 50 PS Smarties unterwegs. Und die bewegen sich, also für mich rein optisch wenigstens nicht festzustellen, nicht dabei. Vollbremsung oder Beschleunigung, die Karren liegen gerade auf der Straße. Unglaublich.

Der Preis für den besten Sound geht übrigens auch dieses Jahr wieder an Aston Martin und die Corvette, auf den neuen Ford GT war ich gespannt, das finde ich ein ganz tolles Auto, was allerdings meiner Meinung nach mit einem echten GT nicht mehr allzu viel zu tun hat.

 

Halbrechts hinter der T12 stand noch durch einen Zaun abgesperrt das eigene TV Studio, die WEC produziert scheinbar wie die F1 auch die eigenen Bewegtbilder. Zwei ausziehbare Auflieger als Produktion und, das fand ich bemerkenswert, ein dritter Auflieger mit der eigenen Stromversorgung.

 

Dann war das Rennen auch schon wieder vorbei, die Rettungshubschrauber machten sich auf den Heimflug, Bongard packt zusammen und hier noch ein paar Fotos ohne Rennwagen.

 

Ein langer, aber schöner Sonntag, an dem ich eins zum allerersten Mal gemacht habe: ein Twittertreffen. Mit Stephan, Bernd und Marco und zum Schluß so lange erzählt das die Tribünen voll waren und ich den Start aus der zweiten Reihe gesehen habe. 🙂

Alle Fotos gibt es wie immer bei Tante Google

FIA WEC Nürburgring 2016