Urlaub in Kroatien – Teil 2

ok, weiter geht es mit dem Urlaubsbericht.

Nachdem wir Freitag im Nationalpark Plitwicer Seen waren und Samstag den ersten Erholungstag auf dem Campingplatz eingelegt hatten, ihr könnt es HIER nochmal nachlesen wenn Ihr wollt, sind wir also Sonntag Vormittag Richtung Küste gefahren.
Im Campingplatz Mini-Markt hatten wir noch etwas Brot und Käse für den Tag gekauft und dann ausgecheckt.
Über die D1 ging es Richtung Süden nochmal mit wunderbarer Aussicht am Nationalpark vorbei und dann rechts rum auf die D52 Richtung Küste.

Die Fahrt ging über ein paar Serpentinen rauf auf eine Hochebene. Wenige kleine Dörfer, viele Berge drum herum und eine unbeschreibliche Landschaft. Einfach schön. Auf Grund fehlender Parkmöglichkeiten, bzw. von mir zu spät als solches erkannter, gibt es da allerdings leider keine Fotos.
Auf halber Strecke gab es ein spätes Frühstück nachdem wir kurz vor Otočac einen großen Parkplatz in einem früheren Gewerbegebiet angesteuert hatten.

http://goo.gl/maps/4TV25

natürlich gab es auch ein Hundegassi.

Weiter ging es über die D50 und anschließend D23 an der Festung Nehaj vorbei über Serpentinen von rund 700 Meter Höhe nach Senj auf Meereshöhe.

Der erste Parkplatz im Ort (Übernachten für Wohnmobile verboten, wie auf allen öffentlichen Parkplätzen) war unserer und so kam es zur ersten Begegnung mit toller Aussicht, dem Meer und ein paar Harleys. 🙂

Die kroatische Küste in diesem Gebiet, das wusste ich vorher einfach nicht, ist extrem bergig.
20 Meter vom Wasser weg und der Berg beginnt, oder gerne auch schon im Wasser. 🙂

So sind wir die über die Küstenstraße, die faszinierende Ausblicke bietet, die Kvarner-Bucht von Senj Richtung Norden gefahren, auf der Suche nach einem schönen Campingplatz. Die gab es, zum Teil allerdings sehr klein und abenteuerlich am Berg gelegen, und weil es noch früh am Tag war sind wir weiter nach Norden und dann über die Brücke nach Krk gefahren.

Der erste Blick auf der Insel bot Aussicht auf einen Campingplatz mit frei stehenden Wohnwagen und Wohnmobilen auf einer Wiese, direkt am Wasser. So ein, von mir bevorzugter, ’stell-dich-hin-wo-du-willst‘ Platz.
Das der unser endgültiges Ziel wurde, war uns allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. 🙂
Wir hatten vorab ein paar Campingplätze ausgesucht, natürlich nichts gebucht, und waren guten Mutes Anfang Juni da irgendwo einen schönen Platz zu bekommen.
VERGISST ES!
Die ganzen Campingplätze, die ganze Insel, war so was von voll mit diesen dämlichen Touristen, unglaublich! 😀

Der erste und dritte Campingplatz wo wir waren, große Plätze, hatten jeweils noch 2 Parzellen in der letzten Reihe frei, so 4 x 8 Meter groß.
Mit ausgestreckter Hand könnte man dem Nachbarn das Essen vom Tisch wegnehmen und für die Fahrräder abzunehmen müsste man vorfahren. Vielen Dank!
Vom zweiten Platz wo wir waren sind wir kommentarlos wieder gegangen, riesengroß, über 600 Plätze und rappelsvoll. Unglaublich.
Auf dem vierten Platz, der war uns eigentlich schon viel zu teuer, dafür mit Swimmingpool, Animation und Gedöns, wurden wir von der Frau an der Anmeldung doch etwas ausgelacht bevor Sie uns sagte das der Platz bis Mitte September ausgebucht wäre.

An dem Tag hatte es so locker über 30 °C, und nachdem die Liebste, ich und der Hund dann schon vier mal ausgestiegen und durch die Hitze über asphaltierte und betonierte Campingplätze gelaufen waren, etwas genervt mittlerweile, hatten wir uns überlegt von der Insel wieder runter zu fahren, mit einem letzten Versuch am dem Campingplatz den wir zu allererst von der Brückenzufahrt schon gesehen hatten.
Dort wollten wir im Zweifelsfall nur eine Nacht bleiben und am nächsten Tag weiter fahren, wir waren so genervt von dieser Insel!

Wir sind dann für eine ganze Woche auf dem tollen Campingplatz Autocamp Pušća geblieben.

Türe auf, etwas steinige Wiese, und 20 Meter weiter das Meer, so gefällt mir das!

Krk hat auch einen Flughafen. Das das so ist und wir genau in der Anflugschneise stehen, hatten wir dann allerdings erst nach zwei Tagen festgestellt. Und eine Frequenz von null bis drei kleine Flieger am Tag fanden wir dann akzeptabel. 🙂

Hier ein paar Fotos vom Campingplatz:

Auf dem Platz gibt es auch einen Mini-Markt, allerdings wirklich nur mit dem Notwendigsten, also frischem Brot, Bier, einem sehr guten kroatischem Weinbrand, Wasser und ein paar Konserven (naja, schon noch etwas mehr 🙂 ), zum einkaufen waren wir einmal Richtung nächstes Dorf zu einem großen Supermarkt an der Hauptstraße gefahren, flächendeckend WLAN für unverschämte 12 € die Woche, und ein schönes Restaurant mit echt leckerem Essen. Also alles was zum erholen nötig ist.

Zwischendurch wurde es mal so stürmisch das ein paar Markisen weggeflogen sind. Wir waren am Auto und konnten zeitig alles sichern und haben uns nichts weiter dabei gedacht. Nach einer Woche wollten wir den folgenden Sonntag weiter fahren, hatten alles ein- und aufgeräumt, WC und Abwassertanks geleert, und kurz vor dem abfahren sah ich jede Menge Wohnwagen auf dem Parkplatz vor der Brücke zum Festland stehen, das 4.letzte Bild.
Der Grund war: wegen zu viel Wind war die Brücke für Wohnwagengespanne, Wohnmobile, leere LKW und Busse gesperrt. Schön!
Sind wir halt noch einen Tag länger geblieben.
Ich liebe Wohnmobil-Urlaub. 🙂

Urlaub in Kroatien – Teil 2