Telefon

wenn man mal ans Telefon geht und den Werbetanten ehrlich antwortet legen die einfach auf, das finde ich voll fies, ey. ich hätte mich so gerne mit der ausgetauscht.

Großraum-Callcenter Geräusch im Hintergrund, keine Nummer auf dem Display.

„gute Abend, schön Sie zu erreichen, sind Sie Herr nocheinMarkus?“

„das müssen Sie doch wissen wenn Sie mich anrufen.“

„ja, meine Name ist keineAhnung aus Irgendwo in Italien, guten Abend Senor (ist das nicht spanisch?)“

„ja?“

„weshalb ich anrufe, Senor, mögen Sie italienische Essen?“

„nein.“

„oh, aber warum?“

„ich hasse essen.“

„warum mögen Sie denn nicht essen?“

„es ist lästig, so wie Ihr Anruf.“

aufgelegt.

 

voll un-kommunikativ, die Tante.

Advertisements
Telefon

3 Monate später

Der letzte Eintrag ist vom 05. August, das ist jetzt 3 Monate her.

Seit dem ist viel passiert, wenig privates, umso mehr berufliches. Zwei LKW verkauft, einen größeren neuen alten gekauft und eingerichtet, mit dem Teil in 2 Monaten heute das 9. mal in der Werkstatt, ganz fein!

Woran da liegt? Zum einen an einem, ich sage mal, nicht im optimalen Zustand verkauften LKW, zum anderen an einer Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge Fachwerkstatt die echt zu doof ist. Die Motorbremse ist defekt, dadurch der Partikelfilter. Der Partikelfilter wurde getauscht, ist nach 4 Wochen wieder zu, weil die Motorbremse wurde nicht repariert. Jetzt wurde die Motorbremse repariert, haha!, ist allerdings immer noch ohne Funktion. Nein, das hat man auf der gut einstündigen Probefahrt anschließend leider nicht bemerkt. Aus diesem Grund haben wir die letzten 20 Jahre erfolgreich Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge Werkstätten und Fahrzeuge gemieden. Nunja. :/

Knapp 400 m² Lager und Büro, inklusive Kühlraum und Kram von 9 Jahren, aufgelöst, entsorgt, umgezogen. An einem Nachmittag gewogene 1,6 t Holz in einen 5 m³ Container gepackt, man, da hatte ich Muskelkater am Tag danach.

Ein neues, oder wie es ganz ganz früher schon mal war, altes Büro, neu als Büro eingerichtet. Freundlicherweise in dem Haus wo ich auch wohne, quasi Home Office. Das finde ich jetzt nicht wirklich schlecht. 13 Treppenstufen bis zu einem vernünftigen Kaffee. 🙂

Einen neuen Verkaufsstand auf einem Blumenmarkt in der großen Stadt angemietet, eingerichtet, ein total neues Gefühl für mich, bisher war die Firma wo ich arbeite immer alleine tätig, jetzt habe ich 50 oder mehr neue Mitbewerber oder Kollegen, je nach Sichtweise. Und noch mehr mögliche Kunden die angesprochen werden wollen, oder sollen. Ich will jedenfalls nicht. Mein auszusprechender, täglicher Wörtervorrat ist eigentlich so gegen 9 Uhr morgens aufgebraucht. 85 % davon mit dem Wort „Morgen!“ Dafür habe ich jetzt so was wie regelmäßige Arbeitszeiten. Also wenigstens einen regelmäßigen Arbeitsbeginn, Wecker auf 2.50 h, hallo mein Freund. :/

Dafür kann ich, wenn ich nicht noch mit dem Chef durch die Gegend fahren muß, so gegen 10, halb 11 mit der Liebsten frühstücken bevor ich mich ins Büro verzeihe. Alles hat Vor- und Nachteile, wie immer.

Warum wir den ganzen Aufwand überhaupt machen mussten? Weil die Stadt Bergisch Gladbach, wo ich wohne und bisher gearbeitet habe, in einem zukünftigen Wohngebiet meint eine Müllsammelstation bauen zu müssen und uns deshalb unser Lager gekündigt hat. Das muß ich echt mal in Ruhe zusammenschreiben, ist ist schon lustig. Also, wenn man nicht direkt und selbst betroffen ist.

Alle bekloppt, danke fürs lesen. 🙂

3 Monate später