3 Monate später

Der letzte Eintrag ist vom 05. August, das ist jetzt 3 Monate her.

Seit dem ist viel passiert, wenig privates, umso mehr berufliches. Zwei LKW verkauft, einen größeren neuen alten gekauft und eingerichtet, mit dem Teil in 2 Monaten heute das 9. mal in der Werkstatt, ganz fein!

Woran da liegt? Zum einen an einem, ich sage mal, nicht im optimalen Zustand verkauften LKW, zum anderen an einer Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge Fachwerkstatt die echt zu doof ist. Die Motorbremse ist defekt, dadurch der Partikelfilter. Der Partikelfilter wurde getauscht, ist nach 4 Wochen wieder zu, weil die Motorbremse wurde nicht repariert. Jetzt wurde die Motorbremse repariert, haha!, ist allerdings immer noch ohne Funktion. Nein, das hat man auf der gut einstündigen Probefahrt anschließend leider nicht bemerkt. Aus diesem Grund haben wir die letzten 20 Jahre erfolgreich Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge Werkstätten und Fahrzeuge gemieden. Nunja. :/

Knapp 400 m² Lager und Büro, inklusive Kühlraum und Kram von 9 Jahren, aufgelöst, entsorgt, umgezogen. An einem Nachmittag gewogene 1,6 t Holz in einen 5 m³ Container gepackt, man, da hatte ich Muskelkater am Tag danach.

Ein neues, oder wie es ganz ganz früher schon mal war, altes Büro, neu als Büro eingerichtet. Freundlicherweise in dem Haus wo ich auch wohne, quasi Home Office. Das finde ich jetzt nicht wirklich schlecht. 13 Treppenstufen bis zu einem vernünftigen Kaffee. 🙂

Einen neuen Verkaufsstand auf einem Blumenmarkt in der großen Stadt angemietet, eingerichtet, ein total neues Gefühl für mich, bisher war die Firma wo ich arbeite immer alleine tätig, jetzt habe ich 50 oder mehr neue Mitbewerber oder Kollegen, je nach Sichtweise. Und noch mehr mögliche Kunden die angesprochen werden wollen, oder sollen. Ich will jedenfalls nicht. Mein auszusprechender, täglicher Wörtervorrat ist eigentlich so gegen 9 Uhr morgens aufgebraucht. 85 % davon mit dem Wort „Morgen!“ Dafür habe ich jetzt so was wie regelmäßige Arbeitszeiten. Also wenigstens einen regelmäßigen Arbeitsbeginn, Wecker auf 2.50 h, hallo mein Freund. :/

Dafür kann ich, wenn ich nicht noch mit dem Chef durch die Gegend fahren muß, so gegen 10, halb 11 mit der Liebsten frühstücken bevor ich mich ins Büro verzeihe. Alles hat Vor- und Nachteile, wie immer.

Warum wir den ganzen Aufwand überhaupt machen mussten? Weil die Stadt Bergisch Gladbach, wo ich wohne und bisher gearbeitet habe, in einem zukünftigen Wohngebiet meint eine Müllsammelstation bauen zu müssen und uns deshalb unser Lager gekündigt hat. Das muß ich echt mal in Ruhe zusammenschreiben, ist ist schon lustig. Also, wenn man nicht direkt und selbst betroffen ist.

Alle bekloppt, danke fürs lesen. 🙂

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3 Monate später

#EAutos

mal kurz zwischendurch:

reine Elektro-Autos sind für wahrscheinlich 80 % aller Autofahrer kein Problem vom täglichen Betrieb her. Ich finde das eigentlich eine gute Sache.

Wenn man denn einen Parkplatz mit Steckdose am Haus oder an der Wohnung hat und nicht auf der Straße parken muß.

Aber: ich zum Beispiel weiß, wenn ich ich nachmittags oder Abends nach Hause komme, nicht ob ich am nächsten Tag 5 oder 500 km mit dem Auto unterwegs bin. Das wäre dann schon mal ein Problem mit der Reichweite. Und auch wenn, wie ich eben erfahren habe, Tesla Akkus in 40 Minuten von 10 % auf 80% geladen werden können (sollen, oder wie auch immer), was hilft mir das? Dann stehe ich 40 Minuten blöd in der Pampa, wenn es denn da einen Stromanschluss gibt, rum. Benzin tanken dauert 3 Minuten und ich komme weiter damit.

Dazu kommen zwei weitere Sachen:

1. der Preis. Wenn hier gerade über Tesla diskutiert wird: sicher tolle Autos, aber welcher Normalverdiener kann das bezahlen?

und 2. wie sinnvoll sind eigentlich EAutos wenn der Strom aus der Steckdose vom nächsten Braunkohle-Tagebau kommt? Oder aus dem nächsten Atomkraftwerk?

Ich bin ja immer noch der Meinung das ein kleiner, aufgeladener und verbrauchsarmer Benzinmotor für den normal sterblichen Verbraucher die bessere Lösung ist, alternativ ein Hybridauto mit Verbrennungsmotor, um unterwegs während der Fahrt die Akkus zu laden.

Spannende Zeiten. 🙂

#EAutos

FIA WEC Nürburgring 2016

Nach der ersten Veranstaltung im letzten Jahr war ich auch dieses Jahr bei der FIA WEC am Nürburgring.

Ich befürchte ja momentan das das mein einziger Besuch dieses Jahr in der Eifel war, aber mal abwarten. Wer sich für den Motorsport – Teil interessiert hat sich sicherlich zeitnah über das Rennen informiert, ganz hervorragend und umfassend geht das wie immer bei den Kollegen von motorsport.com , eine umfassende Zusammenfassung gibt es zum Beispiel hier.

Kommen wir zu den wichtigen Sachen: ein kleines blaues Auto, ganz große Autos, eine Rennstrecke fast ohne Autos, alte Porsches, ein halbes Lego-Auto und Wohnmobile.

Los geht’s!

Was sieht man als erstes wenn man aus Richtung der T4 ins Fahrerlager kommt? Genau, die Team-Trucks. Die hier zum Beispiel:

Da stehen natürlich noch ewig mehr, aber die hier fand ich schick, wobei ich das Prinzip von dem Toyota – TMG Auflieger noch nicht kapiert habe. Weil, wenn man aus dem nach oben geschobenem Teil rechts und links jeweils Slide-Outs mit festen Wänden hat, die also so am Stück eingezogen werden können, wo sind die wenn das im unteren, nicht aufgestelltem Teil feste Seitenwände sind? Entweder sind das keine echten Slide-Outs oder die Seitenwände im unteren Teil sind klappbar. Mysteriös. Wenn mir da jemand weiterhelfen kann, bittedanke. 🙂

Das GULF Design sieht auch, oder erst recht, an großen Autos gut aus, aber auch an dem kleinen Quad davor. Und der neue Ford Cargo ist, rein optisch wenigstens,  einfach klasse.

Hinter den großen steht ein kleines blaues Auto aus der Abteilung ‚Verliebt auf den ersten Blick‘: die neue Alpine. Noch als Vorserien-Modell, aber schon todschick!

 

Im monströsen, viel zu großen Beck-Boulevard gab es eigentlich nicht viel zu sehen. Die üblichen Flohmarkt-Modellauto und Klamotten Stände, ein Stand mit FIA-WEC – Ohrstöpsel (mit 5 € schweineteuer, aber echt gut, ich hatte meine im Auto in der Tasche liegen lassen), die üblichen Fressbuden, und: ein paar alte Porsche. Sehr schick!

Alles Autos mit Geschichte, bzw. im Fall von dem neuen 918 einer, der noch Geschichte schreiben möchte, als Hybrid-Straßensportler. Nett fand ich den halben Hybrid LMP1, 375.000 Lego Steine sollen die andere Hälfte wohl sein. 🙂

Was gab es noch zu sehen? Ach ja, Wohnmobile. Das ein 10-11 Meter Fleetwood NICHT das größte Wohnmobil auf dem Platz ist, ist ja schon relativ ungewöhnlich. Es sei denn, da steht noch ein umgebauter Renault Magnum 3-Achser rum. An Stelle der Klappbetten hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz sind zwei zusätzliche Ledersitze eingebaut mit Durchgang zum Wohnbereich, also ein echtes Vier-Personen-Wohnmobil. Den kurzen Allrad-Sprinter würde ich mittlerweile allerdings eher nehmen, ich habe zwar keinen Anhänger mit Porsche 911 Cup Rennwagen drin, aber damit kommt man wenigstens überall hin, das klappt erfahrungsgemäß mit den großen Wohnmobilen nicht immer. 🙂

So, eine fast leere Rennstrecke, bzw. ein Teil davon, während eines Autorennens. Da habe ich doch mal den Microsoft Image Composite Editor ausprobiert und aus acht einzelnen ein großes Foto gebastelt. Hat geklappt.

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Was ich an den Prototypen ja faszinierend finde, ist die verbaute Technik. Beim Pitwalk, den ich letztes Jahr so verteufelt hatte weil ich extra auf Verdacht ein Karte im Vorverkauf gekauft hatte, weil nur die ersten 3-4000 Käufer Zugang haben sollten, aber anschließend doch alle reingekommen sind, war ich dieses Jahr früh genug und bin bis auf die Porsche Boxen überall problemlos hin gekommen und konnte problemlos Fotos machen. Als Vergleich einfach mal die Vorderachse von einem vergleichsweise einfachem LMP2 (#26 G-Drive), die lenken, federn und dämpfen muß, und daneben die mit Technik vollgepackte Vorderachse eines Toyota LMP1, die zusätzlich noch Elektroantrieb und Energierückgewinnung als Aufgabe hat.

Die LMP2 Autos sind sicher keine Hosenscheisser, aber wenn ich sehe wie die Hybridautos aus den Kurven raus beschleunigen, faszinierend. Als wären alle anderen mit 50 PS Smarties unterwegs. Und die bewegen sich, also für mich rein optisch wenigstens nicht festzustellen, nicht dabei. Vollbremsung oder Beschleunigung, die Karren liegen gerade auf der Straße. Unglaublich.

Der Preis für den besten Sound geht übrigens auch dieses Jahr wieder an Aston Martin und die Corvette, auf den neuen Ford GT war ich gespannt, das finde ich ein ganz tolles Auto, was allerdings meiner Meinung nach mit einem echten GT nicht mehr allzu viel zu tun hat.

 

Halbrechts hinter der T12 stand noch durch einen Zaun abgesperrt das eigene TV Studio, die WEC produziert scheinbar wie die F1 auch die eigenen Bewegtbilder. Zwei ausziehbare Auflieger als Produktion und, das fand ich bemerkenswert, ein dritter Auflieger mit der eigenen Stromversorgung.

 

Dann war das Rennen auch schon wieder vorbei, die Rettungshubschrauber machten sich auf den Heimflug, Bongard packt zusammen und hier noch ein paar Fotos ohne Rennwagen.

 

Ein langer, aber schöner Sonntag, an dem ich eins zum allerersten Mal gemacht habe: ein Twittertreffen. Mit Stephan, Bernd und Marco und zum Schluß so lange erzählt das die Tribünen voll waren und ich den Start aus der zweiten Reihe gesehen habe. 🙂

Alle Fotos gibt es wie immer bei Tante Google

FIA WEC Nürburgring 2016

kurz erklärt: Mercedes Benz Transporter

Mal kurz nebenbei eine Erklärung für alle Leute die ein Mercedes Transporter oder Wohnmobil verkaufen, es herrscht Durcheinander. Schon immer, und scheinbar stört es niemanden. Aber mich!

Es wird ein kurzer Beitrag mit drei Bilder, also hoffentlich für alle gut zu verstehen.

Aus privaten (als Wohnmobilgrundlage) sowie auch aus geschäftlichen (als Blumenverkaufsautogrundlage) Gründen schaue ich ja immer mal wieder in diverse Verkaufsplattformen für Autos aller Art, und da ärgert mich eigentlich immer, das alte Mercedes Transporter T2-neu als Vario angeboten werden.

Das ist einfach komplett falsch!

Hier kommen die Bilder:

Mercedes_t2_alt - 67 - 86

ein Mercedes Benz T2 Transporter, auch DüDo, weil hauptsächlich in Düsseldorf gebaut, von 1967 – 1986.

Danach kam eine fast komplette Neuentwicklung, der von 1986 – 1996 gebaute T2-Neu.Mercedes_t2_neu - 86 - 96.jpg

Der sieht schon fast aus wie ein Vario, ist aber keiner!

Die echten Vario wurden dann von 1996 – 2013 gebaut und sahen folgendermaßen ausMercedes-Vario-96-13.jpg

Eigentlich einfach, oder?

Und für die, denen das noch zu umständlich war eine kurze Zusammenfassung:

T2 = kurze runde Knubbelsnase, Scheinwerfer und Blinker komplett getrennt voneinander.

T2-Neu = längere eckige Nase, Blinker außen neben den Scheinwerfern.

Vario = eckige Nase wie T2-Neu, aber Blinker über den Scheinwerfern.

 

So, und jetzt hört auf eure alten T2-Neu, in welchen Varianten auch immer, als Varios anzubieten, das nervt.

Und: das ganze noch einmal aufmerksam durchlesen, ich frage das die kommende Woche über ab.

Danke für eure Aufmerksamkeit und einen schönen Abend noch. 🙂

 

(C) alle Fotos: wikipedia.de

ausführlichere Informationen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_T_2

https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_Vario

Es gibt natürlich alle drei Baureihen mit allen möglichen Aufbauarten, bei den Fotos geht es um das Basisfahrzeug. BitteDanke.

 

kurz erklärt: Mercedes Benz Transporter

FIA WEC 6 HOURS OF NÜRBURGRING – Sonntag

HIER hatte ich etwas über meinen Samstag beim ersten WEC Lauf in Deutschland auf dem Nürburgring geschrieben, jetzt kommt, haltet euch fest, unglaublich, der Sonntag.

Zuerst noch kurz Fotos von Samstag, erst von der Rückseite der Audi-Angeber-Hospitality im Fahrerlager

dann von meinem Schlafplatz in der Abendsonne, wo noch jemand den gleichen Gedanken hatte wie ich

Ein alleinreisender, wortkarger Luxemburger, sehr sympathisch! 🙂

Anschließend, also immer noch Samstag Abend, machte ich wie erwähnt noch einen Spaziergang durch das Gewerbegebiet Meuspath, den Herrn Dr. Hüpplepüpp Wild wollte ich mal fragen was denn da eigentlich passiert war, so das letzte Jahr über, aber der war wohl nicht da.

Auf dem Parkstreifen hinter mir standen zwei Wohnwagen abgestellt, scheinbar schon länger, aber vom Anschein her eher als zukünftiges Brandopfer als Schlafgelegenheit, sehr seltsam. Der mit dem großflächigem Tape hier war der im besseren Zustand.

Von der B258 her gesehen steht im Schaufenster von Aston Martin ein Aston Martin, nein sowas aber auch.

Bei GM versteckt sich hinter einem Dutzend Opel Corsa ein aktueller Cadillac, Werbung für ein neues Lokal im angeschimmelten Eifeldorf Grüne Hölle, das ja eigentlich schon abgerissen sein sollte.

 

 

Aus der Richtung Touristenzufahrt kamen ein paar echte, englische Minis und bei Landrover / Jaguar im Gewerbegebiet stand ein schicker Jaguar auf dem Hof.

 

Sonntag:

Der Plan war, um nicht wieder am Allerwertesten der Nürburgring Parkplätze zu stehen, 7.30 Uhr aufstehen, 7.45 auf einem vernünftigen Parkplatz stehen. So richtig wach werden und Kaffee kochen kann ich da genau so gut wie an meinem Schlafplatz.

Und so stand ich Sonntag morgens um 7.45 in der ersten Reihe auf dem Parkplatz hinter der T4. Im strahlenden Sonnenschein auf einem leeren Parkplatz war dann Zeit zum wach werden, Kaffee kochen und trinken, Tasche packen und so weiter.

Das erste Rennen, der zweite Lauf zum Porsche Super Sports Cup, war erst um halb 10, Zeit genug. Auf dem Weg zur Strecke schon das erste schöne Auto, und von der Brücke über der Fahrerlager-Zufahrt mal ein Bild vom Verkehr auf der Straße. Es wurde wieder voll, aber so richtig. Das würde ich dann später noch mal merken. 🙂

Ich war sogar zeitig genug auf der Tribüne um mal das warm-fahren der Streckensicherungsfahrzeuge zu sehen, zufällig alle von Audi.

Als erstes und leider auch einziges Rahmenrennen gab es den zweiten Lauf des Porsche Super Sports Cup, allerdings spannend bis zur letzten Runde.

Mittendrin ein gewisser Frikadellenproduzent, der anschließend im Fahrerlager an einer Bierbude einer Firma Schmitz gesehen worden sein soll. Oder so. 🙂

 

Wo ich mich echt drauf gefreut hatte, und was der ausschlaggebende Grund war mir ein Wochenend-Ticket zu kaufen, war der Pitwalk.

Pitwalk heißt, vor dem Rennen wird die Boxengasse für Zuschauer geöffnet und die Autos stehen in den geöffneten Boxen. Das hat den Vorteil, man kommt relativ nah an die Autos ran und kann sich die mal etwas besser ansehen und auch das ein oder andere Detail-Foto machen und auch bei Interesse ein Fahrer-Autogramm abholen.

Der Pitwalk, so wurde es beworben, sollte ausschließlich für die ersten 8000 Käufer eines Wochenend-Tickets  zugänglich sein. So kam ich vor 3 Monaten schon zu so einem Ticket obwohl ich damals eigentlich gar nicht wusste ob oder wie ich Samstag überhaupt schon los kann.  Im Nachhinein lustigerweise wurden diese Zusatztickets am Sonntagmorgen noch für 20 € verkauft.

So, kurz gesagt, große Freude: die Schranke und die Türe zur Boxengasse stehen weit offen, keine Zugangskontrolle, alles für alle geöffnet. Hurra.

An dieser Stelle komme ich mir gerade mal komplett verarscht vor.

Es ist voll, ohne Ende. Es geht nicht vorwärts und auch nicht zurück. Man kommt nirgendwo vernünftig hin und auch nicht zurück. Interessant: es gibt nur einen Ein- und Ausgang. Das heißt, von hinten drücken Leute in die eine, von vorne drücken Leute in die andere Richtung. Das es so etwas nach den Ereignissen der letzten Loveparade noch gibt irritiert mich ja immer wieder.

So hatte ich mir auch nur die ersten paar Boxen angesehen und bin dann ziemlich frustriert wieder umgekehrt, und auch das dauerte recht lange bis ich wieder aus der Boxengasse raus war.

Was mich wohl interessieren würde: auf dem zweiten Foto, beim Aston Martin Young Driver Team, was ist das denn da für eine Kiste mit den Stromanschlüssen und Schläuchen zum Motor hin? Elektrische Motorvorwärmung?

Die unerwarteten knapp anderthalb Stunden Freizeit nutzte ich für einen Bummel durchs Fahrerlager zurück zum Wohnmobil. Das Rennen begann um 13 Uhr, also 12.30 Abmarsch Richtung T4. Haha!

Gegen 12 Uhr, ich hatte mir gerade noch einen Kaffee gemacht, hörte ich über Radio Nürburgring im Auto das die Haupttribüne voll sei und man doch auf die T4 / T4a ausweichen sollte. Was zur Hölle?

Seit es die Haupttribüne in dieser Form gibt (Projekt Nürburgring 2009, aber das ist ein ganz eigenständiges Thema)  war die noch nie voll. Wahrscheinlich wegen der grundsätzlich dämlichen Konstruktion und dem unglaublichen Lärm, weil jedes Geräusch unglaublich hallt. Ich war da mal kurz vor Jahren bei einem Lauf zur GT1 WM, aber schneller wieder runter wie rauf. Ich empfinde Motorgeräusche jetzt nicht als Lärm, aber das ging gar nicht.

Nunja, etwas wundern, Wässerchen und Knipse einpacken und kurz vor halb eins los Richtung Tribüne. Dann kam, was mir in 40 Jahren Motorsport am Nürburgring noch nie passiert ist: der Eingang zu einer Tribüne, in diesem Fall die T4 am Ende von Start / Ziel, wird abgesperrt, weil voll. Bääm!!!  Und der zweite Zugang und der Zugang zur T4a (Mercedes-Tribüne) genau so. Unglaublich. Hab ich noch nie so erlebt.

Schön das ich früh genug los war und bis zur Einführungsrunde auf der T5 saß, wo man übrigens auch eine sehr gute Sicht hat. 🙂                                                                                        Die T5 bis T9, also die Müllenbach-Schleife, war übrigens erfreulicherweise komplett geöffnet, allerdings recht leer. Also genau richtig für mich. 🙂

Einen guten Überblick über das Renngeschehen gibt es wie immer bei GT-Eins.

Schade fand ich, das die alten Anzeigentürme nicht mehr funktionieren, das wäre echt praktisch gewesen…

Nach einer langen Runde ging ich mal zur mittlerweile wieder geöffneten T4 rüber, von da durch das Porsche Super Sports Fahrerlager, in der Porsche Ausstellung vorbei bis zur T12, von wo ich die letzte Stunde des Rennens sah.

Noch vor Rennende werden die Reifenwerkstätten abgebaut und in LKW verfrachtet, und ich fand noch eine Ecke an der ich noch nie war. Kennt ihr aber alle, oder? 🙂

Nach Rennende schaute ich mir noch mal die Wagen im Parc Ferme an, wie gesagt hatte ich vorher noch nie die LeMans Autos gesehen, und ehrlich gesagt finde ich die Teile saugeil. 🙂

Zurück durch das Fahrerlager, alle Teams sind natürlich lange am einladen und abbauen. Bei Aston Martin gibt es dann für 3 Pro-Autos natürlich auch 3 Antennen zur Datenübermittlung, Porsche hatte für die zwei LM P1 Autos eine kleine Heizungsanlage mit acht Kammern für jeweils einen Reifensatz aufgebaut und bei Audi gab es zum 3. Platz zwar scheinbar keinen Champagner, aber doch ein leckeres Bier für alle. Und als letztes noch ein Blick in die Boxengasse.

Das Rennen ging bis gegen 19 Uhr, Abfahrt von mir gegen 20 Uhr, und da sehr viele Besucher bis zum Schluß geblieben sind, ist keinem aufgefallen das ich mit dem Wohnmobil nicht so richtig schnell die Eifel-Hügel hochkomme, weil es einen Stau gab bis zur Autobahn.

 

ein Fazit?                                                                                                                                               Eine Super Veranstaltung mit faszinierenden Autos mit toller Technik, die bitte im nächsten Jahr wiederholt werden sollte. Die ganze Veranstaltung war eine der ersten die vom aktuellen Betreiber, der CNG, selbst ausgerichtet wurde und ich würde sie als gelungen bezeichnen. Viele Besucher, volle Tribünen und etwas Umsatz nach vielen Unregelmäßigkeiten für die Region.

Zwei Dinge haben mir nicht gefallen: 1. der als exklusiv beworbene und dann doch für alle geöffneten Pitwalk, da habe ich mich doch mal komplett verarscht gefühlt, und 2. hätte man das Rennen problemlos eine Stunde früher starten können, alternativ noch ein oder zwei Rahmenrennen präsentieren.

FIA WEC 6 HOURS OF NÜRBURGRING – Sonntag

neulich auf der Autobahn

Auf dem Weg zu einem Kunden, mit ~ 120 km/h auf der linken Spur an einer steigungsbedingt relativ langsamen LKW Kolonne vorbei, ganz rechts der Beschleunigungsstreifen einer Auffahrt.

Nun ein Klassiker: ein kleines schwarzes Auto, Nissan Mickrig oder sowas, kommt mit vielleicht knapp 80 km/h genau vor dem LKW den ich gerade überhole direkt vom Beschleunigungsstreifen auf die linke Spur.
Ich fahre zwar auch kein großes Auto, aber mit dem Geschwindigkeitsüberschuß hätte ich den mal schön abgeschossen.
Also Vollbremsung, glücklicherweise niemand hinter mir,und so 1-2 Meter hinter dem schwarzen Autochen war ich auf die Geschwindigkeit runter, 80 km/h auf dem Tacho.

Einmal wirklich nur kurz die Lichthupe, nur mal so als Hinweis das ich da bin.
Die, ja es war eine Frau, hat mich ja offensichtlich nicht gesehen, und beschleunigte auch nicht.
Was ist die logische Konsequenz?

Genau, die Tante vor mir bremst nochmal.
Und zeigt mir den Stinkefinger.

Vielen Dank Trulla.

Da bekomme ich Temperatur bei so Leuten.

neulich auf der Autobahn